Logopädie

Sprache begleitet uns täglich. Gesprochen, gelesen, am Telefon, in den Medien. Mit Sprache verständigen wir uns und treten in Kontakt

Sprache begleitet uns täglich. Gesprochen, gelesen, am Telefon, in den Medien. Mit Sprache verständigen wir uns und treten in Kontakt. Aus diesem Grund ist es wichtig, wenn unsere Sprache, unser Sprechen, unsere Stimme und auch unser Schlucken beeinträchtigt sind, schnellstmöglich qualifizierte Therapie zu erhalten. Dafür gibt es uns Logopäden.

Wir bitten um Verständnis, dass die Nachmittagstermine vorrangig Schulkindern und berufstätigen Erwachsenen vorbehalten sind. Kindergartenkinder sollten möglichst vormittags zur Therapie kommen.

Wir bemühen uns um eine schnelle Terminvergabe. Leider lassen sich Wartezeiten für einen Therapieplatz nicht immer vermeiden. In diesem Fall bieten wir Ihnen gerne zunächst ein bis zwei Termine für die Diagnostik und das Erstgespräch an.

Auf medizinischen und geisteswissenschaftlichen Grundlagen umfasst die Logopädie Diagnostik und Therapie vielfältiger Stimm-, Sprach-, Sprech-, Hör- und Schluckstörungen bei Menschen jeden Alters. Zusammen mit dem ärztlichen Befund bilden die Ergebnisse der logopädischen Diagnostik nach standardisierten Testverfahren die Grundlage für die Behandlungsplanung und Auswahl anerkannter logopädischer Therapieverfahren.

Logopädie als Heilmittel wird ärztlich verordnet z.B. bei:

  • Problemen des Kommunikations- und Spracherwerbs im Kleinkind- oder Schulkindalter
  • Störungen des muskulären Gleichgewichts der am Schluck -und Sprechakt beteiligten Muskeln mit Störungen der Nahrungsaufnahme oder mit Beeinträchtigung der Kiefer- und Zahnregulierung
  • Störungen der zentralen Hörverarbeitung mit Teilleistungsschwächen auf dem Gebiet des Lese- und Rechtschreiberwerbs
  • Redeflussstörungen wie Stottern und Poltern
  • Stimmstörungen, z.B. Heiserkeit, funktionell, psychogen oder organisch bedingt
  • internistischen und neurologischen Erkrankungen oder progredienten neurogenen Erkrankungen

Gemäß den individuell beeinträchtigten Leistungen des Patienten gehört zum logopädischen Therapieverlauf neben störungsspezifischen Übungen auch das aufklärende Gespräch. Z. B. über Ursache, Auswirkungen und den zu erwartenden Erfolg, über mögliche weitere interdisziplinäre Maßnahmen, sowie begleitende gesprächsgeführte Krankheitsverarbeitung bei chronischen oder fortschreitenden Krankheiten und Angehörigenberatung.

Ziel unserer Arbeit soll eine individuell befriedigende Kommunikationsfähigkeit des Patienten sein, Stabilität psychosozialer Komponenten, sowie Aufbau eigenen Vertrauens in persönliche Entwicklung und Entfaltung in jedem Alter und bei eigener Besonderheit.

Was behandeln wir?

Sprachstörungen

  • verspäteter oder ausbleibender Sprechbeginn
  • Sprachentwicklungsstörungen aller Art mit Wortschatz- und Grammatikdefiziten auch Mehrsprachigkeiten
  • auffällige Spracherwerbsstrategien wie Spiel- und/oder Kontaktverhalten
  • organische Sprachstörungen z. B. nach Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma
  • Störungen der Schriftsprache z. B. Lese-Rechtschreibschwäche

Sprechstörungen

  • Störungen der Aussprache und der Auswahl der Laute
  • Störungen der Aussprache aufgrund eingeschränkter Mundmotorik
  • Störungen des Redeflusses z. B. Stottern oder Poltern
  • organische Sprechstörungen z. B. nach einem Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma oder aufgrund einer fortschreitenden Erkrankung wie Parkinson, ALS, MS

Stimmstörungen

  • organische Stimmstörungen z. B. bei Stimmlippenlähmung oder nach Operationen im Kopf-Hals-Bereich
  • funktionelle Stimmstörungen z. B. bei Sprechberufen und Fehlgebrauch/Überlastung der Stimme
  • Störungen der Singstimme
  • Näseln, z. B. bei Lippen-Kiefer-Fehlbildungen, Gaumensegellähmungen
  • Zustand nach teilweiser oder totaler operativer Kehlkopfentfernung

Schluckstörungen

  • organische Ess-, Trink- und Schluckstörungen z. B. bei Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma etc. oder nach operativen Eingriffen
  • myofunktionelle Störungen
  • Behinderungen der Nahrungsaufnahme im Säuglings- und Kleinkindalter
  • schwerste Beeinträchtigungen des Schluckens z. B. bei Wachkomapatienten mit Trachealkanüle und künstlicher Nahrungsaufnahme
  • Lähmungen der Gesichts- und Zungenmuskeln

Hörstörungen

  • auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsschwäche

Außerhalb der gesetzlichen Krankenkasse bieten wir auf Honorarbasis

Elternabende in Kindertageseinrichungen

  • Information zur normalen Sprachentwicklung und Störungen der sprachlichen Entwicklung
  • Fördermöglichkeiten im Alltag

Fortbildungen für ErzieherInnen

  • kindliche Sprachentwicklung, Störungen, Fördermöglichkeiten
  • gesunder Stimmgebrauch, Stimmstörungen vorbeugen
  • Fortbildung Sprachförderung nach dem "Sprachreich-Konzept" des DBL oder nach dem "Language-Route-Konzept"

Fortbildung für MitarbeiterInnen in Kinderarztpraxen

  • normale Sprachentwicklung
  • Diagnostik von Sprachstörungen

Fortbildungen für Kranken- und Altenpflegefachkräfte

  • Sprach- und Sprechstörungen nach einem Schlaganfall
  • Schluckstörungen - Hilfen und Risiken bei der Nahrungsaufnahme
  • basale Stimulation des Schluckens bei Trachealkanülenträgern
  • Schluckstörungen im Alter
  • therapeutische Mundpflege

Workshops zu den Bereichen Stimmbildung und Sprechtraining

  • Atem- und Stimmgebung optimal koordinieren
  • eine belastbare, tragfähige Stimme entwickeln
  • Stimmübermüdung und Heiserkeit vorbeugen
  • stimmliches Potenzial beim Singen ausschöpfen
  • eine deutliche und klare Aussprache erreichen